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News, Infos und Links

04.08.2015 - News, Infos und Links

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Hier erfahren Sie in loser Folge mehr über unsere Statuen!

 


26.08.2015: SWAMIMALAI- Zentrum des traditionellen Bronzegusses

Swamimalai, gelegen im Delta des Kaveri-Flusses im indischen Bundesstaat Tamil Nadu, wird als Hauptstadt des Wachsausschmelzverfahren bezeichnet.

An den Ufern des Kaveri findet sich der einzigartige Flusssand für die Gießform, in dem selbst ein Fingerabdruck deutlich abgebildet wird. Seit dem 9. Jahrhundert wird hier die Kunst des Bronzegusses in einer Vielzahl von Kleinbetrieben gepflegt. Die Meister gehören zu der kleinen Gruppe der Sthapathys, gefertigt wird in der Regel auf Bestellung für Tempel, aber auch wohlhabende Privatleute leisten sich solche Einzelanfertigungen. Die Herstellung des Wachsmodells lässt sich ideal verfolgen und Änderungswünsche können meist unkompliziert umgesetzt werden. Man weiß also noch vor den Gießen genau, was man bekommt, extrem wichtig z.B. bei Abgüssen von geliebten Haustieren rein nach Fotovorlagen.

Schritt 1: Das Wachsmodell

WachsmodellBienenwachs und Kungilium (Pulver aus Naturharz,ähnlich Resin) werden mit etwas Öl zu einer homogenen Knetmasse vermischt. Aus meist mehr als 100 Einzelteilen entsteht streng nach alter hinduistischer Überlieferung (Silpa Sastras) nach und nach das Wachsmodell mit allen feinen Details in Originalgröße.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 2: Die Tonform

FormenbauAus dem feinen Kaveri-Flusston  wird eine dünnflüssige Paste hergestellt und die gesamte Figur damit in Schichten überzogen. Eine dicke, gröbere Schicht aus magerem Ton sorgt abschließend für eine feuerfeste Form. Nach dem Trocknungsprozess wird das Wachs über einem Ofen ausgeschmolzen und es bleibt die hart gebrannte Tonform mit dem Hohlraum der ursprünglichen Wachsfigur zurück.

 

 

 

 

Schritt 3: Der Gießprozess

GiessenDie Form wird erhitzt und mit flüssiger Bronze gefüllt. Nach dem Abkühlen ist das Metall erstarrt und die Form wird abgeschlagen. Daher stammt übrigens der Begriff „verlorene Form“, was technisch aber nicht mit dem Wachsausschmelzverfahren gleichzusetzen ist, denn auch Sandgussformen werden nach dem Gießen zerstört.

 

 

 

Schritt  4: Das Veredelungsverfahren

FinishDie Bronzestatue wird gereinigt, Überstände und Angüsse werden entfernt. Feinere Details werden hinzugefügt und die Oberflächen werden geglättet und poliert. Entstanden ist ein Unikat, einzigartig und vielfach teurer als Figuren aus der Sandform.

Ein Meister seines Faches ist R Gopikrishnan (links und unten im Bild und oben beim Giessen), ein mehrfach für seine Tempel-Statuen preisgekrönter Sthapathy.Ganesha_Wachsmodell

 

 

 

 

Mein Dank gilt   Gopikrishnan für die Bilder aus siner Werkstatt.

Hier zwei Beispiele verkaufter Statuen: (Vom Bronze-Ganehsa sehen Sie oben das Wachsmodell!)

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

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04.08.2015: Der Klanggarten - Musik unter freiem Himmel

 

Shiva NEAR LoudspeakerMusik für Yoga und Meditation. Viele Yogaschulen verwenden rhythmische Klänge und Musik, um die Meditation zu erleichtern.

Häufig werden Mantras rezitiert, mal lautlos, öfter aber leise gesprochen oder  als Gesang. Egal ob Mantra-Musik, Musik für Rhythmus und Tanz, Musik zur Entspannung mit Naturgeräuschen oder einfach zum Chill-Out: Im Meditations- oder ZEN-Garten helfen gute Klänge beim Abschalten.

Hochwertige, wetterfeste Außen-Lautsprecher unterstützen das Ambiente im Garten und machen gute Laune. Egal ob bei dezenter Hintergrundmusik oder bei Party-Lautstärke zum Tanzen  – die Produkte von GARVAN und NEAR erfüllen höchste Ansprüche.

Mehr info: www.av-mediasolutions.de


09.06.2015: Götter im hinduistischen Alltag

 

Hinduistische Religionsrituale: die Puja

ganesha india-emporium.deDie Verehrung der Götter, Pujas genannt, ist ein wichtiger Bestandteil im religiösen Alltag der gläubigen Hindus. Puja ist ein Begriff aus dem Sanskrit, der Sprache der Brahmanen und bedeutet „Ehrerbietung“. Pujas finden zum größten Teil im eigenen Haus statt, denn Gemeindegottesdienste wie im Christentum sind im Hinduismus nicht üblich. Tempel oder Veranstaltungen unter freiem Himmel werden nur zu besonderen Anlässen, vornehmlich den Fest- und Ehrentagen der Gottheiten wie Shivaratri, Krishna Jayanti  oder Ganesha Chaturthi, besucht. Im Mittelpunkt der Zeremonie steht meist eine Statue („Murti“) der angesprochenen Gottheit.

So findet bei den meisten hinduistischen Familien selbst in der kleinsten Hütte eine Art Altar zu Ehren einer bestimmten Gottheit einen Platz, und wenn es nur ein Balken über der Tür ist. Wer es sich leisten kann, hält ein eigenes Zimmer zur Verrichtung der Puja vor. Der Altar besteht meist aus einem Schrein, auf dem sich Götterfiguren oder -bilder der in der Familie gewürdigten Gottheiten befinden. Mit kleinen Opfergaben wie Blumen, Früchten, Reis- oder Weizenkörnern laden Hindus die Götter zu sich ein. Es werden Gebete gesprochen und Weihrauch angezündet. Die Puja ist außerdem eine häufig genutzte Zeremonie für besondere Anlässe: zur Einweihung oder Reinigung von Räumen, Wohnungen, Häusern oder auch  Yogazentren, für die Heilung von Krankheiten oder als Segen für Neugeborene, Frischvermählte und Verstorbene.

Die Rituale dienen der Konzentration des Geistes, der Öffnung des Herzens und der Einheit mit der göttlichen Kraft, indem der Geist zunächst auf einen äußeren Gegenstand fixiert und dann in der Ruhe nach innen gewendet wird. Sie haben auch reinigende Kräfte und können heilende Energien anziehen. Bei Puja-Zeremonien durch Priester fällt der Einsatz der rituellen Handstellungen (Mudras) auf, die wir von den Statuen und aus den Yoga kennen. Sie unterstützen durch ihre heilige Symbolik die Gebete und Ehrerbietung.  Überhaupt - die Verwandtschaft zu den meditativen Formen von Yoga, die ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration legen, ist unübersehbar. Pujas gehören deshalb häufig zu einem Yoga-Coaching und zu Yoga-Festivals dazu. Es ist auch kein Zufall, dass Yoga-Stunden meist in einem Raum gehalten werden, in denen irgendeine Form von Altar steht. Darauf findet man meistens Statuen von Shiva, Krishna, Ganesha und natürlich Buddha.

 


21.05.2015: Messing oder Bronze?

 

Ob in Unkenntnis oder mit Vorsatz, oder einfach weil „brass“ aus dem Englischen fälschlich in Bronze übersetzt wird: die Mehrheit aller im Internet als Bronzefiguren angebotenen Statuen sind aus Messing! Aber egal ob eine Statue nun aus Messing oder Bronze besteht, ein Hinweis für eine mehr oder weniger wertvolle Arbeit ist das nicht! Selbst Fachleuten fällt eine eindeutige Unterscheidung der Metalle häufig schwer.

Doch warum überhaupt hat sich in den Köpfen das Metall Bronze als vermeintlich höheres Qualitätsmerkmal für Statuen so festgesetzt?

-Vielleicht, weil „Bronze“ als Synonym für „Plastik“, „Büste“ oder „Skulptur“ wie z. B. Rodins Denker benutzt wird?

-Vielleicht, weil Statuen in den vergangenen Jahrhunderten häufig bei Glockengießern entstanden sind, die bevorzugt in Bronze gießen (die Menge des verwendeten Zinns beeinflusst nämlich die Tonhöhe des Glockenklangs)?

-Vielleicht, weil der Rohstoffpreis für Bronze etwas höher ist als bei Messing?

-Vielleicht, weil Figuren, die im sehr aufwändigen Wachsausschmelzverfahren hergestellt werden, in der Regel in Bronze gegossen werden? (Die das 4 – 6-fache der Figuren aus der Sandform kosten!)*

Zinn oder Zink – Der kleine Unterschied

Messing ist eine der bekanntesten Kupferlegierungen und halten wir fast täglich in unseren Händen: Der Ring der 1-Euro-Münze und der Kern der 2-Euro-Münze bestehen aus Messing. Reines, so genanntes „Standardmessing“ trägt die Bezeichnung Ms63 oder CuZn37, was bedeutet, dass es rein aus 63% Kupfer und 37% Zink besteht. Ab 70% Kupferanteil nennt man es Tafel- oder Goldmessing. Der Zinkanteil kann bis 50% betragen. Die Farbe von Messing wird vornehmlich vom Zinkgehalt bestimmt: Bei Zinkgehalten bis 20 % ist Messing bräunlich oder rotbraun wie Bronze, bei Gehalten über 36 % hellgelb bis fast weißgelb und ist aufpoliert optisch dem Gold sehr ähnlich. Über lange Zeit der Außenluft ausgesetzt ist, wird es dunkelbraun.

Reine Bronze dagegen besteht aus 60% Kupfer mit bis zu 40% Zinn (Zinnbronze) bzw. um 20% Zinn als so genannte Glockenbronze. Im Vergleich zum mehr oder weniger „goldenen“ Messing ist (polierte) Bronze abhängig vom Zinngehalt eher silbrig oder besitzt einen kühleren Goldton und sieht bei Statuen meist rötlich dunkel oder angelaufen aus.

Messing wie Bronze („Bronzezeit“) sind der Menschheit seit der Urgeschichte bekannt. Je nach verlangten Eigenschaften werden noch weitere Legierungsmetalle in geringeren Anteilen hinzugefügt - und hier liegt das Problem der eindeutigen Bestimmung: Heutzutage werden über 80 % der Messing- und Bronzelegierungen wiederverwendet. Messing- und Bronzeschrott (Dazu zählt auch Rotguss, eine Legierung des Kupfers mit Zinn und Zink) wird gesammelt und geht zurück in die Gießerei, wo es mit irgendeinem Zinn/Zink-Verhältnis eingeschmolzen wird. Danach ist der Übergang von Messing zu Bronze durch diese Unreinheit fließend und der Unterschied bei Statuen in der Praxis oft nicht auszumachen.

Fazit: Ob aus Messing oder Bronze – Egal! Ihr Geschmack und Stil entscheiden, nicht das Material. Wenn Sie ein Schmuckstück aus Gold aussuchen, wählen Sie auch erst mal nach ihrem Geschmack und fragen sicher nicht gleich nach dem Feingoldgehalt. Halten Sie es bei Statuen genauso: Es muss gefallen!

*) Figuren, die im Wachsausschmelzverfahren hergestellt werden, sind in der Regel kostbare Unikate, die in Indien als Auftragsarbeit für Tempel oder für wohlhabende Kunden für den Haus-Schrein in einem langwierigen Prozess (bis über 18 Monate bei lebensgroßen Figuren!) entstehen. Der Preis für solche Statuen liegt ungefähr beim 5 – 6-fachen unserer Statuen und kein uns bekannter Anbieter produziert das vor. Prüfen Sie günstige Angebote bitte mit einer gesunden Portion Misstrauen, wenn von „Wachsausschmelzverfahren“ oder „verlorener Form“ die Rede ist!


01.03.2015: Götterstatuen im Garten? Ja!

india-emporium.de Gartenbuddha MessingPraktisch alle Eisenmetalle rosten früher oder später. Die Standardprüfung bezüglich Korrosionsbeständigkeit ist der Salznebeltest. Messing dagegen zählt zu den NE-(Nichteisen)-Metallen und gilt als absolut rostfrei. Griffe, Scharniere, Leuchten, sogar die Glocke: Messing wird seit Jarhunderten für Armaturen im Schiffsbau verwendet - Salznebel pur! Rost ist also nicht das Problem. 

Bei Messingskulpturen, im Freien wie in geschützten Innenräumen, entsteht früher oder später eine (von vielen durchaus gewünschte) Patina. Dunkler in den Vertiefungen, gewinnt die Figur oft an Plastizität, die Oberfläche wirkt lebendiger. Weil die Patina das Alter einer Oberfläche betont, nimmt sie neu hergestellten Figuren das „Neue“ und verschleiert das tatsächliche Alter. Dieser Effekt macht auch deutlich, dass Ihnen kaum ein Experte ohne Legierungsanalyse verbindlich sagen wird, ob eine Statue erst 15 oder schon 75 Jahre alt oder gar antik ist.

Kurzum: Nur Mut, raus mit der Statue! Skulpturen im Garten müssen in erster Linie Witterungsbeständig sein. Messing ist bewährt, siehe das Beispiel Schiffbau. Auch der nostalgische Messing-Wasserhahn im Garten, auf Hochglanz poliert erworben, verliert mit der Zeit seinen Glanz. Und wer den Antik-Look nicht will, muss irgendwann – wie beim Wasserhahn oder dem Silberbesteck, zu Putz- und Poliermittel greifen. Tipps dazu finden Sie demnächst in einen weiteren Beitrag.